Die geschickte Motivauswahl

Um eins ganz klar zu sagen: die Motivauswahl ist das A und O bei der Micro-stock-Fotografie. Mit geschickt ausgewählten Motiven steht und fällt Ihr kommerzieller Erfolg im Bilderbusiness. Die Käufer sortieren ihre Listen bei den Agenturen zu 80% nach Downloadhäufigkeit und suchen danach ihre Fotos aus.

Ein gutes Stockfoto ist ein Gebrauchsfoto, das auf Vorrat geschossen wird und hoffentlich viele Kunden anspricht. Und damit das Gegenteil von der Auftragsfotografie. Der Stockfotograf muss also fast „hellsichtige“ Fähigkeiten besitzen, denn er muss quasi erahnen, welche Bilder in der nahen Zukunft von seinen zahlenden Kunden gebraucht werden. Damit muss der Stockfotograf nicht nur die klassischen Gestaltungsregeln der Kunst kennen sondern auch die besonderen Regeln für die Stockfotografie.

Young girl eating apple and carrying set of scales

© Yuri Arcurs – Fotolia.com

Dieses Foto von Yuri Arcurs ist eines seiner top- seller und brachte ihm bereits 12.300$ Gewinn. Es verkauft sich ca. 50-100 mal am Tag!

Tipp 4: Finden Sie starke Bilder mit Symbolkraft

Die größten Chancen aufzufallen und verkauft zu werden hat das besondere (herausragende) Motiv. Weniger gut verkaufen lassen sich die Klassiker wie Sonnenuntergang oder Blumenkelch.

Wählen Sie lieber ungewöhnliche und aussagekräftige Fotos aus, um aus der Masse herausstechen. Ungewöhnliche Objekte, sympathische Menschen in Aktion oder mit starken Gefühlen, Berufsbilder oder Bilder mit Symbolkraft sind bei Käufern besonders beliebt und erfolgreich. Gefragt sind auch: „Unternehmensbezogene“ Bilder – also Bilder aus dem Business-Bereich mit Leuten im Anzug und Krawatte. In Zeiten der inflationären TV-Kochshows sind Food-Fotos aller Art sehr beliebt. Je abstrakter ein Motiv eine allgemeine Aussage unterstreicht, desto größer die Verkaufschancen.

Man bemerkt alles „Besondere“, vergisst das Alltägliche, das in der Regel unverkäuflich ist. Es gibt in den meisten Agenturen ein Überangebot von Urlaubs-, Natur- und Tierbildern. Aber auch hier gibt es Ausnahmen an Bildern, die sich doch

recht gut verkaufen lassen. Ausnahmen sind zum Beispiel: allgemeingültige Urlaubsfotos, die nicht festgelegt sind, Entspannungsbilder und markante Plätze.

Zwei goldene Regeln:

1. Außergewöhnliche und allgemeine Motive = sehr guter Verdienst!

2. Gute Stockfotos = unfertige Bilder!

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